Als im Jahre 1960 der Garten an der Südseite des Friedhofes, der sich einst um die Kirche erstreckte, wegen Anlegung einer neuen Zufahrt zur Königlich privilegierten Porzellanfabrik abgetragen wurde, fand man unter dem Grabstein des Gründers der Tettauer Porzellanfabrik Imanuel Greiner eine ausgemauerte Gruft mit Knochenresten.
Diese wurde an der Südseite der Kirchenmauer neu bestattet und das Grabmal darüber errichtet.
Die Inschrift lautet
"Über Gnade und Zeit hinaus dauert die Liebe, welche dies Denkmal weihend Wiedersehen des Guten hofft."
Die Gruft unter der Kirche
Am 6 August 1897 entdeckte man bei Renovierungsarbeiten unter dem Fußboden der Tettauer Kirche eine Gruft.
Sie enthielt den zerfallenen, ehemals ausstaffierten Sarg einer 160 cm langen Leiche eines jungen Mannes im orangerot seidenen Totenhemd auf gleichfarbigen Totenkissen.
Die Gruft mußte aus baulichen Gründen entfernt werden, sodaß der aufgefundene Tote im Friedhof neu beigesetzt wurde.
Wer der Tote gewesen ist, weiß man nicht. Aus der Tettauer Bevölkerung scheint er jedenfalls nicht gestammt zu haben.
Man vermute, daß es einer jener Kaufleute war, die auf der nahen Handelsstrße reisten, unterwegs verstarben und in der Nähe der Totenstelle beigesetzt wurden.
Wahrscheinlicher ist es jedoch, daß es sich um ein Mitglied des Hauses Thüna handelt, das nach dem Verkauf der Herrschaft Lauenstein im Jahr 1622, im alten Jagdschloß zu Tettau wohnte.
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