Die jüngere Vergangenheit

In den Jahren nach dem 2. Weltkrieg ist die Bevölkerung unserer Ortschaften durch Zuzug von

Flüchtlingen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten stark angewachsen. Das Wirtschaftswunder erlaubte es Pfr. Erdmann Krüger, für die evangelische Bevölkerung des zu Langenau gehörenden Ortsteils Schauberg (erstmal urkundlich genannt 1722) ein „Kirchlein“ errichten zu lassen, die „Gnadenkirche“. Sie wurde im Jahr 1956 eingeweiht.

 

Und weil es auch im benachbarten mehrheitlich katholischen Buchbach eine erkleckliche Zahl an evangelischen Einwohnern gab, ließ Pfr. Krüger auch dort noch ein kleines Kirchlein errichten, offiziell die „St. Johannes-Kapelle“. Sie wurde 1966 eingeweiht.

Die Langenauer Kirchengemeinde hatte also in den letzten Jahren drei Kirchen zu unterhalten. Momentan hat die Kirchengemeinde nur noch ca. 270 Gemeindeglieder, Tendenz weiter abnehmend. Jetzt soll die Johanneskirche in Buchbach verkauft werden. Dann sind es immer noch zwei Kirchen. Wie lange das zu finanzieren ist kann niemand voraussehen.

 

In den letzten Jahren ist die Bevölkerung im Tettauer Winkel erheblich geschrumpft, teils wegen Sterbeüberschuss, teils wegen geringer Geburtenzahlen, teils wegen Wegzugs jüngerer Gemeindeglieder dem Studium und der Arbeit hinterher. Die Folge war zunächst eine Zusammenlegung der evang.-luth. Kirchengemeinden Langenau und Kleintettau zu einer Pfarrei mit nur einer Pfarrstelle. Inzwischen haben sich die Kirchengemeinden Kleintettau, Langenau und Tettau zur Pfarrei „Tettauer Winkel“ mit gemeinsamem Kirchenvorstand zusammengeschlossen. Es gibt nur noch eine Pfarrstelle für ca. 1100 Gemeindeglieder insgesamt. Die Stelle ist aber seit dem Weggang von Pfrin. Wachter nur noch vertretungsweise besetzt, teilweise nur mit einer „halben Pfarrperson“. Die drei Kirchengemeinden bestehen allerdings immer noch, eine Fusion ist nicht angedacht.

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