Der Bauplatz?

Aber wo sollte der Bauplatz einer Kirche seien?
Das war die erste, brennende Frage. Die Kirchengemeinde besaß ja keinerlei Grund und Boden, den sie für Diesen Zweck hätte zur Verfügung stellen können.

Die andere nicht minder wichtige Frage war die: Woher sollte das Geld kommen, um ein solch respektablen Bau auszuführe. Würde es überhaupt für die Gemeinde nicht ein zu großes Risiko sein, sich in ein kostspieliges Unternehmen zu stürzen?

Der Gedanke zur Verwirklichung des Kleintettauer Kirchenbauvorhabens wurde ernstlich in Erwägung gezogen und verlebendigt schon durch den evangelischen Pfarrer Theodor Vetter, welcher von 1926 bis 1935 in der Kirchengemeinde Tettau als Geistlicher tätig war. Für diesen Gedanken gewann er zunächst die kinderlosen Glasmachereheleute Heinrich Heinz(Happel) und Minna Heinz (Kleintettau).

Anlässlich des Todes seiner Ehefrau gab Herr Heinrich Heinz den Anstoß zur Verwirklichung dessen, was der Wunsch vieler war. Er schenkte im März 1935 der Kirchengemeinde ein Grundstück in der Mitte des Dorfes als Kirchplatz. Die notarielle Beurkundung folgte später.

Im Anschluss an dem am Sonntag, den 22 August 1937 gefeierten Nachmittagsgottesdienst im Lehrsaal 1 zu Kleintettau tat Herr Pfarrer Häfner aus Tettau, der als Nachfolger des im Herbst verzogenen Pfarrers Vetter, den nächsten bedeutsamen Schritt: Er gründete den Kirchenbauverein Kleintettau.

Unmittelbar nach erfolgter Gründung des Kirchenbauvereins setzte eine erfolgreiche Mitgliederwerbung ein. Im Dezember 1937 erfolgten die ersten namhaften Spenden durch Herren Fabrikanten Ludwig Hammerschmidt und Ludwig Heinz mit je 1000 Reichsmark. Damit war die Grundlage zum Kleintettauer Kirchenbau-Fonts geschaffen, welcher bis zum Jahre 1941 die stattliche Summe von 7000 Reichsmark erreicht hatte.

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