Endlich dann, am Sonntag, den 26. August 1951, war der langersehnte, feierliche Tag der Kircheneinweihung für die damals fast 800 Seelen zählende Dorfgemeinde gekommen. Zu dem einmaligen Anlass legte sie ein festliches Kleid an, schmückte man Häuserfronten mit Girlanden und Kränzen aus Tannengrün – Kirchenfahnen grüßten vom Neubau über das Tal.
Am Morgen um 10.00 Uhr formierte sich der Festzug unter des kleinen Schulglöckleins geläut. An der Spitze ein Posaunenchor aus Burggrub bewegte er sich, begleitet von Ehrenjungfrauen in weißen langen Gewändern mit der auf Seidenkissen den goldenen Kirchenschlüssel mitführenden Schlüsselträgerin hin zur neuen Auferstehungskirche.
Hier erfolgte die symbolische Schlüsselübergabe durch den ausführenden Coburger Architekten R. Claaßen an Oberkirchenrat Karl Burkert, der ihn an Dekan Franz Ries weiterreichte. Dieser übergab den Schlüssel an den Gemeindepfarrer Horst Werner, der das Türschloss als erster mit einem Segenswort öffnete.
Nach Weihe, Ansprache und Grußworten von Kirchenvertretern sodann der Festpredigt des Dekans, nahm Ortspfarrer Horst Werner das Wort zu Feierstunden, die zum Kirchenvorplatz durch Lautsprecher übertragen, auch akustisch auf einem nicht mehr verfügbaren Tonband festgehalten worden sind.
Die Weihe von Taufstein, Altar, Orgel, Bronzeglocken und der liturgischen heiligen Geräte geschah unter dem Geläute der neuen Glocken. Sodann, von Orgelspiel begleitet, leitete der Choral ,,Ein feste Burg ist unser Gott …“ mit dem kraftvoll, trutzigen Bekenntnis des Reformators Martin Luther den Festgottesdienst in der Kirche ein, die sich - selbst sinnfällig einer hohen Warte gleich – auf felsigem Hange erhebt.
Die erste Konfirmation in ihrer neuen Kirche feierte die Gemeinde am Sonntag nach Ostern 1952, als Pfarrer Horst Werner die Konfirmanden des Jahrgangs 1938 einsegnete.
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